Organisationen DAMRA und CHADONGO
Inzwischen haben sich weit über 100 Gruppen oder Kleindörfer DAMRA oder
CHADONGO angeschlossen und große Gärten in der Nähe von Flüssen oder Bächen
angelegt, um Gemüse und Früchte zu erzeugen. Beide Organisationen legen großen Wert
darauf, dass eine weite Bandbreite von Gemüsen erzeugt wird. Hinzu kommen
Bananenstauden und Papaya, Fruchtbäume aller Art, sowie Fischteiche, wenn genügend
Wasser vorhanden ist. Die Gärten werden mit Hilfe einfacher, indischer Treidelpumpen im
Handbetrieb bewässert.
Früher haben die Watumbuka hauptsächlich Mais, Kassawa, Erdnüsse, Süßkartoffeln und
Bohnen für ihre Ernährung angebaut. Diese Ernährung war sehr einseitig. So zeigten
sdich besonders bei Kleinkindern Mangelerscheinungen durch Haarausfall oder
Veränderungen der Haut. Die armen Familien konnten sich allerhöchstens zwei
Mahlzeiten am Tag erlauben, die meistens aus Sima (Maisbrei) und einer Bohnensauce
bestand. Durch die Einführung der Gärten können sich die Watumbuka jetzt gesünder das
ganze Jahr hindurch ernähren. Der Hunger ist somit gebannt.
Fast jede zweite Familie muß 2 oder 3 Waisenkinder miternähren. Es gibt sehr viele Aids-
Kranke, Behinderte und alte Menschen, die von den Familien verköstigt werden müssen.
Also auch diejenigen, die ganz am Rande der Gesellschaft stehen, profitieren von den
Modell-Gärten.
Der von der Regierung und den Tabak-Konzernen geförderte Tabak-Anbau bringt 75 %
aller Devisen Malawis. Circa 80 % aller Malawier hängen von der Tabak-Industrie ab, das
ist unglaublich, aber wahr. Die Anbauflächen von Tabak müssen auf 50 % gekürzt werden,
um Platz für die Nahrungsmittelproduktion zu schaffen. Die Subventionen für Düngemittel
und Saatgut müssen fortgesetzt werden.